Umbau von Filterzellen für eine Ozonungsanlage zur Spurenstoffelimination

Kurze Projektbeschreibung

Die Abwasserbeseitigungsgesellschaft Lemgo (ALG) betreibt die Zentralkläranlage Lemgo mit einer derzeitigen Anschlussgröße von ca. 77.000 EW, die aus einer mechanisch-biologischen Reinigungsstufe mit anschließender Flockungsfiltration besteht. Vor dem Hintergrund der nachgewiesenen Spurenstoffe in Gewässern beabsichtigt die ALG, eine 4. Reinigungsstufe zur Mikroschadstoffelimination auf der ZKA Lemgo zu errichten.

Als 4. Reinigungsstufe ist eine Ozonanlage geplant, in der ein Teilstrom von bis zu 250 l/s und damit mehr als der maximale Trockenwetterzufluss behandelt wird. Für die Realisierung der Ozonanlage sollen alte Filterzellen der Größe L*B*H = 10*5*7 m genutzt werden, die aufgrund der geplanten Erweiterung der Belebungsbecken ab 2020 nicht mehr für ihre ursprüngliche Funktion benötigt werden. Die biologische Nachbehandlung erfolgt über die nachgeschalteten Flockungsfiltration und Schönungsteiche.

Eine Filterzelle wird zu einem zweigeschossigen Technikraum zur Aufstellung des Ozongenerators (Erdgeschoss) und für die Zulaufmess- und Drosselleitung sowie die Treibwasserpumpen zur Ozonzuführung (Untergeschoss) umgebaut. Die zweite Filterzelle wird zum Ozonreaktor umfunktioniert. Drei weitere Filterzellen stehen zur Erweiterung der Anlage für die Kombination mit einem 2straßigen GAK-Filter als Reserve zur Verfügung. Neben dem Gebäude entsteht der Aufstellplatz für den Sauerstofftank. Vier weitere Filterzellen werden zur Deammonifikation von Prozesswasser umgebaut.

Bildergalerie

Auftraggeber:
Abwasserbeseitigungsgesellschaft Lemgo GmbH
Heustr. 36-38
32657 Lemgo


Ansprechpartner HI:
Dipl.-Ing. Klaus Alt
Dipl.-Ing. Markus Helling
Dr.-Ing. Xin Wu


Technische Daten:
EW = 77.000
QTW = 11.500 m³/d
Qmax = 720 m³/h


Projektbeginn/-ende:
März 2016 – Juni 2018 Entwurf
August 2020 – September 2021 Bau


Projektkosten:
Invest.: 1.500.000 € (brutto)